INNOVATION UND KREATIVITÄT

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Laut Jürgen Hauschildt geht es bei einer Innovation grundsätzlich um etwas „Neues“: neue Produkte, neue Märkte, neue Verfahren, neue Vorgehensweisen, neue Prozesse und vieles mehr. Innovationen sind in ihrem Ergebnis etwas „Neuartiges“, die sich gegenüber dem vorangegangenen Zustand merklich unterscheiden. Die Neuartigkeit besteht darin, dass Zwecke und Mittel in einer bisher nicht bekannten Form miteinander verknüpft werden. Diese Verknüpfung muss sich auf dem Markt bewähren.
Jürgen Hauschildt (27.05.1936 – 02.02.2008) deutscher Wirtschaftswissenschaftler
Peter F. Drucker (19.11.1909 – 11.11.2005), US-amerikanischer Ökonom österreichischer Herkunft.
Die meisten Innovationen resultieren aus einer bewussten, zielgerichteten Suche nach Innovationschancen, die nur in wenigen Situationen zu finden sind. Innerhalb eines Unternehmens oder einer Branche gibt es vier solche Chancenbereiche: unerwartete Ereignisse, Inkongruenzen, Prozessbedürfnisse, Branchen- und Marktveränderungen. Drei weitere Möglichkeiten bestehen außerhalb eines Unternehmens in seinem sozialen und intellektuellen Umfeld: Demografischer Wandel, Wahrnehmungswandel und neues Wissen. Es stimmt, dass sich diese Quellen überschneiden, so unterschiedlich sie auch sein mögen, je nach Art des Risikos, der Schwierigkeit und der Komplexität, und das Innovationspotenzial kann durchaus in mehr als einem Bereich gleichzeitig liegen. Aber zusammengenommen machen sie den größten Teil aller Innovationschancen aus.
Das logische Denken schreitet in einer Reihe von Schritten voran, von denen jede von der letzten abhängig ist. Dieses neue Wissen ist nur eine Erweiterung dessen, was wir bereits wissen, anstatt wirklich neu zu sein. Das Bedürfnis nach kreativen Lösungen ist durch die Unzulänglichkeiten des logischen Denkens entstanden. Es ist eine Methode der Verwendung von Imagination zusammen mit Techniken, die Analogien verwenden, Assoziationen und andere Mechanismen, die dazu beitragen, Einsichten in Probleme zu gewinnen, die möglicherweise nicht anderweitig durch konventionelle, traditionelle Methoden der Problemlösung erreicht werden.   Intelligenzwerte erklären nicht die schöpferische Fähigkeit. Hochproduktive kreative Köpfe bilden mehr neuartige Kombinationen als die bloß Begabten. Wenn ein bestimmter Stil des Denkens sich durch hochproduktives kreatives Denken auszeichnet, ist es die Fähigkeit, Nebeneinanderstellungen, Aneinanderreihungen zu machen zwischen unähnlichen Subjekten. Es ist eine Fähigkeit, Dinge zu sehen, für die andere blind sind.
Tony Proctor, Professor Emeritus, University of Chester, Chester Business School
 

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